Begleitpflanzen für Frauenschuhbeete

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Der heimische Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) kommt in Europa Ostasien und Nordamerika vor. In Deutschland kommt er vor allen im Südwesten vor, im Bereich der Schwäbischen Alb und im Alpenvorland. Der Hirschzungenfarn trägt seinem Namen Aufgrund seiner Form an einer Hirschzunge.

Der Hirschzungenfarn wächst horstig, ist mehrjährig, winterhart und frostunempfindlich. Er kommt besonders gut in naturnahen Gärten in schattigen Bereichen eines Steingarten zur Geltung.

Seine Standorte sind schattige, feuchte Felsen und Bergwälder, ebenso wächst er gut im Schattengarten wie alle Farne. 

Die mehrjährige Pflanze wird 30 -40 cm hoch, aus dem Wurzelstock kommen im Frühjahr hellgrüne Blätter die zum Sommer Dunkelgrün werden und schön glänzen. 

 

Bei mir wächst der Hirschzungenfarn im Orchideenbeet zusammen mit Cypripedien (Frauenschuhpflanzen) im Garten im Schatten.

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Filigranfarn / Polystichum setiferum

Im Frühjahr rollen sich beim Farn die Wedel wirkungsvoll aus, seine wundervollen Blattwedel entfalten sich als schöner Blickfang. Mit seinem wintergrünen Blättern ist er auch im Winter ein grüner Farbklecks im Garten. Deswegen benötigt der winterharte Filigranfarn im Herbst keinerlei Rückschnitt, die Wuchshöhe ist 40-50 cm.

Dekorativer, besonders zartgefiedeter wintergrüner Farn, für humosen, nährstoffreichen, sauren bis neutralen Boden. Verwendung wie alle Farne im Schatten

 

 

 

 

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Das heimische Buschwindröschen (Anemone nemorosa) blüht Anfang April - Mai breitflächig in lichten Buchen-Mischwäldern. Buschwindröschen wachsen bevorzugt auf humose feuchte Böden, die vegetative Vermehrung erfolgt leicht durch Verzweigungen der Rhizome. In Garten gedeiht die Pflanze am besten an ungestörten Plätzen unter Gehölzen aller Art.

Das Buschwindröschen eignet sich hervorragend zur Zwischenpflanzung zwischen Frauenschuhbeeten.

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Das heimische gelbe Buschwindröschen ( Anemone ranunculoides)  ist eines der ersten Frühlingsboten, Blütezeit März - April. Der rhizomähnliche Wurzelstock wächst in humusreichen Boden, am besten an leicht schattigen Standorten. Einmal eingewachsen bilden sich schnell blühende Bestände. Das gelbe Buschwindröschen bildet im Gegensatz zum weißen einblütigen Buschwindröschen bis zu 3 Blüten am Stiel.

Eine schöne Begleitpflanze für das Frauenschuhbeet.

 

Das gelbe Buschwindröschen ist geschützt.

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Die Grasschwertlilie oder Pflaumen-Iris / Iris graminea wächst ursprünglich in trockenen Lebensräumen Südfrankreichs und Nordspaniens, sie ist aber auch als Neophyt in Deutschland eingewandert. Die Pflanze fühlt sich an sonnigen Standorten im Garten wohl, der Boden sollte eher nährstoffarm sein. Es ist eine der duftgewaltigsten Irisarten, fruchtiger Duft nach reifen Pflaumen. In voller Pracht zeigen sich die violett gefärbten Kronblätter mit weißer Zeichnung viele Jahre hinweg. Die vergleichbare kleine ca 20-30 cm hohe Iris graminea verschönert Freiflächen mit Wildstaudencharakter.

Am richtigen Standort benötigt die Pflanze kaum Pflege, weswegen sich die Art auch für Anfänger ideal eignet. 

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Echte Fiederpolster (Leptinella squalida, Syn: Cotula squalida)

Das Echte Fiederpolster stammt aus Neuseeland, dort wächst sie auf feuchten Gebirgswiesen und Flussrändern. Die Pflanze wird lediglich zwischen 3-5 cm hoch, Vermehrung einfach durch Teilung. Unter optimalen Bedingungen bildet sie innerhalb kürzester Zeit dichte Pflanzenteppiche aus. Da der Fiederpolster sehr pflegeleicht, flächendeckend grün ist, eignet sich die Pflanze als Untergrundbepflanzung für viele Pflanzen bzw. Zwiebelblühern und anderen.

Als Bodendecker hat sich Leptinella (syn. Cotula) bewährt, diese Pflanze bildet lockere grüne Flächen übers ganze Jahr, die kein Hindernis für die Triebe der Frauenschuhe darstellen.

Bei mir kommt die winterharte Pflanze im Orchideenbeet unter Frauenschuhen vor, und bei den Dactylorhizen (Knabenkräuter). Unter guten Bedingungen keimen darin auch die Orchideensamen.

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Ornithogalum candicans (Galtonia candicans) Sommerhyazinthe oder auch Kaphyazinthe genannt kommt aus Südafrika, ist aber auch bei uns winterhart. Ein Sommerblühendes Zwiebelgewächs mit duftenden reinweißen Blütenrispen, Wuchshöhe ca 60 cm und höher. Standort sonnig mit durchlässigen humushaltigen Gartenboden, mäßig feucht. Pflanztiefe ca 10 cm

Hat sich bei mir auch als winterhart erwiesen, wächst in Töpfen und ausgepflanzt ohne Winterschutz.

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Der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) kommt in Mittel-Europa (besonders in den Alpen), Kaukasus und Vorderasien vor. Die Pflanze wird 40-60 cm lang, mit dunkelblauen Blüten die je nach Höhenlage bis zum Spätsommer blühen.

Die Planze bevorzugt kalkhaltige, feuchte Wiesen und anmoorige Böden. Am Anfang langsam wachsend, wird er mit den Jahren schöner und reichblühender. Den Schwalbenwurz kann man auch ins Blumenbeet setzen, die Blüten eignen sich als Schnittblume in der Vase.

Durch die Intensive Zerstörung von Feuchtwiesen steht der Schwalbenwurz-Enzian in Deutschland auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Auch fürs Moor geeignet wenn man unter dem Torf einwenig Blumenerde mischt.

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Die echte Kugelblume (Globularia) ist in den Gebirgen West und Mitteleuropa heimisch. Sie wächst auf kalkreichen, steinigen Lehm oder Lößboden in Halbtrockenrasen.

 

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Lilium martagon "alba" die weiße Türkenbundlilie der seltenen heimischen Türkenbundlilie (Lilium martagon), welche in Deutschland unter Naturschutz steht. Wuchshöhe zwischen 30 und 120 cm, kann bis zu 40 Blüten bekommen. Standort sonnig - halbschattig, durchlässige kalkige nährstoffreiche Böden, ideal auch zwischen Frauenschuhorchideen im Cypripediumbeet.

Die Zwiebeln werden ca zwei- bis dreimal so tief gepflanzt wie die Zwiebel groß (Durchmesser) sind. 

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Die echten Schlüsselblumen (Primula veris) eignen sich besonders für naturnahe Pflanzungen auf humosen, kalkhaltigen trocknen bis feuchten Böden im Garten oder Teichränder. Standort sonnig bis halbschattig. Die Schlüsselblumen versamen an passenden Standorten gut und bildet größere Bestände. Die Blätter ziehen zum Herbst hin ein, kann gut in Nachbarschaft mit Frauenschuhen wachsen.

Die Schlüsselblumen wachsen bei mir auch im Niedermoor.

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Leucojum vernum - Märzenbecher/Frühlingsknotenblume

Die Heimat des Märzenbechers sind feuchte Wiesen, Moorwiesen, Auwälder und Laubmischwälder in Süd-und Mitteleuropa. Auch in Deutschland gibt es streng geschützte Vorkommen.

Die glockenförmigen Blüten ähneln dem Schneeglöckchen stark, der Märzenbecher wird jedoch deutlich größer bis 30 cm Wuchhöhe.

Für Insekten bietet der Frühblüher ab Februar-April eine wertvolle erste Nahrungsquelle im Jahr.

Im Garten sollte er halbschattig gepflanzt werden. Eine feuchte Ecke am Teich oder Garten ist ideal. Das Substrat sollte ein nährstoffreicher und lehmig- humoser Boden sein. Alles mit reifen Kompost vermischt ergibt einen brauchbaren Boden.

Das Pflanzloch sollte 3 mal so tief sein wie die Zwiebeln hoch sind.

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Türkenbundlilie  Lilium leichtlinii  - gelbe Lilie "riesig"

Diese leicht zu kultivierene winterharte botanische Lilie aus Japan wächst in normale Blumenerde oder Komposterde, und erreicht eine Wuchshöhe von ca 1,80 m. Die nickenden turbanartigen gefleckten Blüten blühen ab Juli, August.

Auf Anfrage Zwiebeln abzugeben.

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Verschieden Blumen

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Camassia quamash die Prärielilie kommt aus Nordamerika wo sie in feuchten Wäldern und Wiesen wächst. Die Zwiebeln wurden von den Indianern der Nordwestküste zur Ernährung gesammelt.

Die Essbare Prärielilie erreicht eine Wuchshöhe von 20 - 80 cm, Blütezeit im Mai mit kräftigen blauen sternförmigen Blüten. Der Boden sollte im Frühjahr feucht sein. Sie bevorzugt lehmige, humose Böden. Vermehrung durch Brutzwiebeln und Samen. Bei mir wächst die Prärielilie am Teichrand (leicht feucht) und im normalen feuchtem Gartenboden. 

Im künstlichen Niedermoor fühlt sie sich auch wohl und vermehrt sich leicht durch Tochterknollen und Samen.

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Garten-Alpenveilchen / Cyclamen coum-Hybride 

Die Frühlings-Alpenveilchen sind perfekte Pflanzen zum verwildern, und ein wundervoller Frühlingsbote. Heimisch in Bulgarien und Türkei, Standort halbschattig. Ideal auch im Frauenschuhbeet zwischen den Orchideen, blühen bei mir Anfang Februar als erstes im Jahr. Sie bevorzugen einen guten, nährstoffreichen kalkhaltigen Boden. Die Knollen werden knapp unter der Oberfläche gepflanzt und mit Erde abgedeckt, durch Selbstaussaat wachsen im Umkreis schnell Sämlinge. Den Sommer verbringen die Alpenveilchen-Knollen zurückgezogen unter der Erde.

 

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Schachbrettblume / Fritillaria meleagris

Die Schachbrettblume hat ihren Namen von dem Muster auf ihren reizvollen Blüten erhalten. Die ca 20-30 cm hohe mehrjährige Pflanze blüht von April- Mai. Die Büten sind große rosa bis purpur getönte, manchmal auch weiße, schachbrettartig gemusterte Glocken. Diese heimische seltene Wildpflanze ist geeignet für frische bis sumpfige und moorige Standorte und Wiesen.

Wächst bei mir im Garten im Blumenbeet, Moor und am Teichrand.

 

Die Schachbrettblume aus der Familie der Liliengewächse ist in freier Natur eine seltene Pflanze mit sehr auffälligen Blüten.

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